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Chronik des Ortsvereins

spd logo  Namen die sich in der Geschichte des Ortsvereins besonders hervorheben:
Eduard Stowasser, Hans Seifert, Rudolf Herrmann, Heinz Wichmann, Fritz Poch, Horst Kwasnitschka, Helmut Milde, Gustav Reimann, Franz Samper, Rudolf Pietsch, Hans Hopfner, Josef Köcher, Emil Bitel.
spd logo  Besonders hervorzuheben sind Heinz Schneider, Ulrike Beigel, Walter Büttner
In wenigen Zeilen von 50 Jahren kommunalpolitischer Arbeit zu berichten ist eine schwierige Aufgabe, kann nicht vollkommen sein und man kann nur auf das wichtigste eingehen. Wenn man zurückblickt, dann stellt man fest, wie schnell fast fünf Jahrzehnte vergangen sind, die angefüllt  waren mit Problemen, Schwierigkeiten, unermüdlicher Kleinarbeit, mit Ärger, Freude, mit Enttäuschungen und Bestätigungen, aber mit dem Wichtigsten auch: Mit sehr viel Erfolg für die Stadt Geretsried und ihre Bürger. Vor allem unter unserem langjährigen Bürgermeister Heinz Schneider.

Die SPD und ihre Repräsentanten waren es auch, welche als Männer der ersten Stunde entscheidend mitgeholfen haben, und am Aufbau unserer jungen Stadt bis zum heutigen Tag wesentlichen Anteil haben.

Dem Studium der Protokolle entnehmen wir:
Die Geretsrieder SPD-Mitglieder gehörten von 1946 bis 1956 dem damals sehr starken SPD-Ortsverein Königsdorf an, dessen langjähriger Vorsitzender, Eduard Stowasser, den älteren von uns noch in bester Erinnerung ist, und der in der Chronik unseres SPD-Ortsvereins einen besonderen Platz einnimmt. 
spd logo  Die Gründungsversammlung des SPD Ortsvereins Geretsried...
...fand am 16. Juni 1956 im Gasthaus Geiger statt. 12 von 16 Parteimitgliedern waren anwesend,  11 davon wurden in eine Funktion gewählt:

1. Vorsitzender - Hans Seifert
2. Vorsitzender - Rudolf Herrmann
1. Kassier - Heinz Wichmann
2. Kassier - Fritz Poch
1. Schriftführer - Horst Kwasnitschka
2. Schriftführer - Helmut Milde
Unterkassier - Gustav Reimann
Revisoren - Franz Samper, Rudolf Pietsch
Beisitzer - Hans Hopfner, Josef Köcher


Dieser Versammlung wohnten als Ehrengäste MdB Willy Thieme, MdL Friedrich Zietsch, Kreisvorsitzender Emil Bitel und Eduard Stowasser bei. Damit war die Gründung des SPD Ortsvereins Geretsried vollzogen. Hans Seifert stand dem Ortsverein fast 11 Jahre vor. Der zweite Vorsitzende, Heinz Schneider, leitete den Ortsverein 2 Jahre lang und legte dieses Amt nach seiner Wahl zum 1. Bürgermeister im Dezember 1968, am 21. Februar 1969, nieder.
Die weiteren Vorsitzenden des Ortsvereins waren: Alfred Hopfner, Dieter Reuter, Klaus Kunzmann, Walter Büttner, Wolfgang Beigel, Edith Peter, Albert Weiler, Ulrich Schlösser und seit 2004 - als bisher jüngster Vorsitzender unseres Ortsvereins - Wolfgang Werner.


Zählte der Ortsverein bei der Gründung 1956 sechzehn Mitglieder, so waren es nach 10 Jahren bereits 106 Mitglieder, für eine politische Partei in damaliger Zeit eine hervorragende Bilanz und
heute hat der Ortsverein etwa 85 Mitglieder.

1950 Nach der Gründung der Gemeinde Geretsried wird der erste 10-köpfige Gemeinderat gewählt. Bei  dieser Wahl kandidieren noch keine Parteien oder Gruppen; alle Kandidaten stehen auf der Liste einer sogenannten Wählergemeinschaft.

1952 Die zweite Gemeinderatswahl findet statt und hier zeigen erstmals die Mitglieder der SPD Flagge: Hans Seifert, Hans Hopfner, Rudolf Herrmann und Ernst Krauss kandidieren auf einer Arbeitnehmerliste und Hopfner, Herrmann und Krauss werden auf Anhieb in den Gemeinderat gewählt. Rudolf Herrmann war bis zum Jahr 1990 ununterbrochen Mitglied des
Gemeinderats und später des Stadtrats, Hans Hopfner war auch eine Reihe von Jahren
2. Bürgermeister unter Karl Lederer.
Man kann also mit Fug und Recht behaupten, dass die SPD von Anfang an als politische Kraft am Aufbau unserer Stadt Geretsried maßgeblich beteiligt war.

1956 Das Gründungsjahr des Ortsvereins: die SPD erhält 3 Sitze im nun 16-köpfigen Gemeinderat.

1966 haben die Geretsrieder Bürgerinnen und Bürger 20 Gemeinderäte zu wählen; die SPD erringt 6 Sitze im Gemeinderat, ein großer Erfolg!

1968 Nach dem Tod von Karl Lederer wird Heinz Schneider im Sommer von den Geretsriedern zum 1. Bürgermeister gewählt.

1972 (Geretsried ist inzwischen im Jahr 1970 zur Stadt erhoben worden und noch weiter angewachsen) sind 24 Stadträte zu wählen und die SPD wird mit 10 Sitzen stärkste Fraktion. Diese Periode und die vier Jahre vorher sind die erfolgreichste und konstruktivste Zeitspanne der Amtszeit von Bürgermeister Heinz Schneider. Es gelingt ihm, in dieser Zeit parteipolitische  Polarisierung aus der Arbeit fern zu halten und im Stadtrat herrscht ein ausgesprochen kameradschaftliches und verständnisvolles Klima.

1978 Die SPD verliert bei den Stadtratswahlen zwei Sitze, muss sich also nun mit 8 Sitzen im Stadtrat zufrieden geben.

1980 Bürgermeister Heinz Schneider wird mit 72,9 % der Stimmen zum 3. Mal gewählt.

1984 Die Stadt Geretsried ist weiter gewachsen und es sind nun 30 Stadtratssitze von den Wählerinnen und Wählern zu vergeben. Die SPD gewinnt vier Sitze dazu und hat nun 12 Sitze im Stadtrat.

1986 Bürgermeister Heinz Schneider war inzwischen 67 Jahre alt und schied aus Altersgründen aus dem Amt. Zur großen Enttäuschung des SPD Ortsvereins unterlag der Kandidat Walter Büttner bei den Wahlen dem CSU-Kandidaten Gerhard Hasreiter.

1990 Die SPD-Fraktion verliert bei den Stadtratswahlen 3 Sitze.

1996 Bei den Kommunalwahlen verkleinert sich die Fraktion noch einmal um 2 Sitze, sie umfasst nunmehr nur noch 7 Mitglieder.

2002 Die Fraktion verliert nochmals einen Sitz und verkleinert sich auf 6 Mitglieder.

2003 Heinz Schneider stirbt am 9. September. Die SPD trauert mitten im Landtagswahlkampf um ihren Ehrenvorsitzenden und ihr Ehrenmitglied - ganz Geretsried um den Altbürgermeister und Ehrenbürger.

2006 Der SPD Ortsverein wird 50 Jahre alt. Die Jubiliäumsfeier findet - wie einst die Gründungsversammlung - im Gasthaus Geiger statt.

2008 Bei der Stadtratswahl wurde die seit 1990 anhaltende "Talfahrt" gestoppt; die Fraktion bleibt bei 6 Sitzen.

2009 Nach 37 Jahren scheidet Walter Büttner aus dem Stadtrat aus. Damit geht eine Ära zu Ende.
spd logo 
Beim Studium der Protokolle aus den 50 Jahren unserer Ortsvereinsgeschichte gibt es unzählige bemerkenswerte Veranstaltungen, Aktivitäten und unermüdlichen Einsatz für die kommunale Selbstverwaltung und für die Probleme der Bürgerinnen und Bürger. Es kann nicht alles aufgezählt werden, festzustellen sind folgenden Schwerpunkte der Geretsrieder
SPD-Politik, vor allem natürlich in der 18-jährigen Amtszeit von Heinz Schneider als
1. Bürgermeister unserer Stadt und danach unter der sachkundigen Fraktionsführung des ehem. Stadtrats und 3. Bürgermeisters, Walter Büttner.
spd logo  Schulen
- unter Bürgermeister Schneider wird Geretsried zur Schulstadt: Es entstehen die Grundschule am Isardamm, die Karl-Lederer-Schule, die Hauptschule an der Adalbert-Stifter-Straße und es gelingt, die Realschule und das Gymnasium nach Geretsried zu holen.
spd logo  Seniorenbetreuung
- auf Initiative von Frau Hansi Schneider beantragte die SPD-Fraktion die Errichtung einer Altentagesstätte. Seit ihrer Einrichtung wurde diese dann von ihr geleitet; dabei wurde sie tatkräftig von Frau Maria Deutschmann und Frau Kunigunde Fischer unterstützt.
spd logo  Engagement für sozial Schwache
- Alfred Hopfner war bis zur Einführung des Betreuungsgesetzes langjähriger Ortswaisenrat und hat viele Geretsrieder Bürgerinnen und Bürger davon überzeugt, dass die Übernahme einer
Pfleg- oder Vormundschaft ein lohnendes Engagement für die Mitmenschen ist.
spd logo  Jugendbetreuung
- an der Entstehung des Jugendzentrums Saftladen war Ulrike Beigel maßgeblich beteiligt und bis zu ihren - zu frühen - Tod war sie die Vorsitzende des Trägervereins Jugendarbeit in Geretsried.
spd logo  Förderung des Sports
- das Hallenbad und das Kunsteisstadion entstehen in Schneiders Amtszeit.
spd logo  Wohnungsbau
- die Bebauung des Ortsteils Stein mit 200 Eigenheimen für Geretsrieder Familien.
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Die Partnerschaft mit der französischen Stadt Chamalières entstand durch Antrag der Stadträtin Edith Boxberger und wurde von Bgm. Schneider mit besonderem Engagement in die Wege geleitet. Auch die Freundschaften mit Eidsvoll/Norwegen und Pusztavàm/Ungarn entstanden nicht zuletzt durch besonderen Einsatz unseres damaligen Bürgermeisters.

Da die gesamte Arbeit der SPD Fraktion im Stadtrat immer geprägt war von einer gewerbefreundlichen Politik, kam in den letzten Jahren noch die Sorge um den Verlust Geretsrieder Arbeitplätze und der Kampf zu deren Erhaltung dazu.

Unser Ortsverein beschäftigt sich regelmäßig in öffentlichen Veranstaltungen mit den Problemen, die unsere Bürgerinnen und Bürger betreffen und wünscht sich bei diesen Veranstaltungen auch Gäste, die nicht Mitglieder in der SPD sind, um den Austausch untereinander zu fördern, sich eine Meinung zu bilden.

Bekannt ist unser Ortsverein auch durch die vielen Feste und unpolitischen Veranstaltungen, wie das Schafkopfturnier und der Radlflohmarkt im Frühjahr, das Herbstfest und die Jahresabschlussfeier.

50 Jahre SPD Ortsverein Geretsried sind eine lange Reihe von Jahren Arbeit von und für Menschen, begonnen von Flüchtlingen und Heimatvertriebenen - immer mit dem Blick in eine lebenswerte Zukunft für unsere Stadt Geretsried.


(Edith Peter ©1997 ergänzt von Martin Halba ©2002, 2003, 2004, 2005, 2006, 2008, 2009)